"

klappe halten

dies ist nur ein "animiertes gif" - kein eis in echt ...

es ist ja ein dilemma - wie beim scheinriesen damals, in "lukas, der lokomotivführer": wenn ich etwas ignoriere, um es vor und in mir selbst abzuschwächen, wird es nur noch größer und nimmt immmer mehr platz in meiner denke ein.

gesellschaftlich geschieht das zur zeit mit der afd: sie einfach zu ignorieren, stärkt sie nur - (k)eine stellvertretende parlamentspräsidentin* aus ihren reihen partout nicht wählen zu wollen - so verständlich ein solches verhalten der übrigen bundestagsparteien auch sein mag - treibt nur die wut der afd-wählergemeinschaft an ("jetzt erst recht[s]") und bringt die afd dazu, sich in einer "bemitleidenswerten opferrolle" und "böswilligen unregelhaftigkeit" des parlaments darzustellen.

die afd zu "ignorieren", indem man sie als ganz "normale" partei abhandelt, wäre wahrscheinlich die erfolgreichere variante: also quasi mit einer "paradoxen intervention" sie "ad absurdum" zu führen - sie einfach überflüssig zu machen...

bei mr. trump ist das phänomen ähnlich gelagert, allerdings greift er selbst oder sein team "paradox" alle unflätigen tweets zu jeder sich ihm entgegenstellenden kritik oder auch nur bei jeder nennung seines namens begierig auf - und pustet sich dann schnurstracks zum "scheinriesen" auf.


jimmy - das gummipferd: beachtenswert ist der hartgummi-pinöckel hinten auf dem "pferdeschwanz"-ansatz (kleine fassung unten)
ähnlich wie einst in der zeitschrift "stern", in der kinderbeilage, dem "sternchen", in einem permanent-cartoon von "jimmy, dem gummipferd" die rede war, jenem aufblasbaren luftballon-pferd mit einem gummistopfen auf dem angedeuteten pferdeschwanz, den man ziehen konnte, um all das "aufgeblasene" im nu wieder verschwinden zu lassen: eine art pferde-"scheintier" - voll "heißer luft"... 

ich finde - die welt wimmelt inzwischen in allen schattierungen mit all diesen er-schein-ungen - gerade im virtuellen und kaum "be-greif-baren" bereich in den digitalen netzwerken, wo jeder ein paar "schein"-identitäten von sich ablegen oder sich als "influencer" vorführen oder gar "betätigen" kann - und manchmal gehören ja nur ein bildchen und ein paar selfies dazu mit etwas schminke aufgepeppt - oder irgendwo geklaut...

und dann ist es gar nicht mehr so verwunderlich, wenn ein einfaches und kurzzeitiges "zittern" infolge einer psychosomatischen ausnahmesituation einer spitzenpolitikerin "in real life" für unruhe sorgt - und auch besonders emanzipatorische kolumnist*innen oder polit-influencer*innen wie z.b. frau margarete stokowski auf spiegel-online, die immerhin in 13 absätzen mit 742 worten in 4281 zeichen bzw. buchstaben ihre meinung darlegen musste, dass man zu einem solchen "zittern" "einfach mal still sein" sollte ... 

und da macht sich das dilemma und das "scheinbare" und "anscheinende" auch wieder bemerkbar: 742 worte als ein "einfacher" appell dafür, einfach doch mal "die klappe zu halten"...

eine lösung für diese "paradoxen interventionen", die wir allerorten antreffen, weiß ich auch nicht: ich glaub, wir müssen das aushalten und damit umgehen lernen - und manchmal vielleicht auch nur einfach mal die klappe und die füße still halten - oder so ... - 

nix für ungut und chuat choan ...


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen